++ 5 JAHRE meine drei lyrischen ichs ++ 16. Ausgabe mit STEINBECK, RÜTER, MUND und NEUNHÄUSERER

22. Juni 2017, 20 Uhr
Einstein Kultur, Halle 3

LYRIK: Michelle Steinbeck (Basel), Lara Rüter (Leipzig), Pega Mund (München)
KUNST: Judith Neunhäuserer (München)

Wir feiern fünften Geburtstag! Zum Jubiläum sind drei Dichterinnen zu Gast, deren Texte so unterschiedlich wie aufregend sind: Aus Basel kommt die Autorin und Literaturvermittlerin Michelle Steinbeck, deren Debütroman “Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch” letztes Jahr für Furore gesorgt hat. Aus Leipzig reist die Lyrikerin Lara Rüter an. Sie studiert dort am Deutschen Literaturinstitut und war in diesem Jahr Mitherausgeberin der “Tippgemeinschaft”, der Anthologie des Instituts. Aus München ist die Lyrikerin Pega Mund zu Gast. Sie war 2016 Finalistin beim Münchner Lyrikpreis. Die Münchner Künstlerin Judith Neunhäuserer, die an der Kunstakademie Meisterschülerin bei Stephan Huber war, wird eine Videoarbeit zeigen. Sie hat beim “Großen Tag der jungen Münchner Literatur” Halle 1 bespielt.

LYRIK

Michelle Steinbeck, *1990 in Lenzburg, aufgewachsen in Zürich, lebt in Basel.
Leitende Redaktorin der Fabrikzeitung, freie Veranstalterin und Autorin. Schweizer Kuratorin von Babelsprech – Internationales Forum für junge Lyrik.  Veröffentlichungen in Magazinen und Anthologien, im Rundfunk und auf Theaterbühnen. Im März 2016 erschien ihr Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch.

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Lara Rüter, geboren in Hannover, lebt in Leipzig. Kulturwissenschaften und Literarisches Schreiben in Hildesheim und Leipzig. Mitherausgeberin der Tippgemeinschaft 2017. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Schreibt das Internet.

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Pega Mund, aufgewachsen in Süddeutschland. Lebt bei München.  Arbeitet als Psychologin im heilpädagogisch-therapeutischen Bereich mit Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien. Seit 2014 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien, auf online-Portalen. Finalistin beim Münchner Lyrikpreis 2016. http://driftout.wordpress.com

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KUNST

Judith Neunhaeuserer, *1990 in Bruneck/Brunico IT. Studium der Freien Kunst in München und Istanbul (2010-2017), Meisterschülerin von Stephan Huber. Studium der Religionswissenschaft und Philosophie, ebenso in München (2013-2016). Lebt und arbeitet meist in München. Gründungsmitglied der Ausstellungsreihe “Golden Shower” (2011-2013), Gründungsmitglied des Künstlerinnenkollektivs XPatch Collective und Betreiberin des Kunstraums Karl-Marx-Ring 7. judithneunhaeuserer.info/

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Eintritt: 4/6 Euro
Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Annalena Roters, Nora Zapf

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 

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15. Ausgabe – mit ELSPASS, BECKER, BOKELMANN und MARIN

2. März 2017, 20 Uhr
Einstein Kultur, Hallen 3 und 4 | Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz) | 4/6 Euro

Rund einen Monat nach dem “Großen Tag der jungen Münchner Literatur”, den wir mitorganisiert haben und bei dem viele unserer ehemaligen Lesenden aufgetreten sind, steht nun endlich die erste Ausgabe “meine drei lyrischen ichs” in diesem Jahr an. Und das mit tollen Gästen: Aus Hildesheim reist Sirka Elspaß an, die dort Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus studiert. Sie war zwei Jahre Mitherausgeberin der Zeitschrift Bella Triste. Aus Leipzig zu Gast ist Maja-Maria Becker, die dort am Deutschen Literaturinstitut studiert hat. Ihrem Debüt “im schwerefeld des mondes” folgten Gedichtpublikationen in einschlägigen Zeitschriften wie der etwa der Edit oder der Bella Triste. Der Dritte an diesem Abend, Jonas Bokelmann, ist seit langem fester Bestandteil der Münchner Literaturszene. Er schreibt Kurzgeschichten und, in letzter Zeit vor allem, Gedichte. Die Kunst kommt diesmal von Lucía Cristóbal Marin. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Verhältnis von Malerei und digitalem Bild auseinander.

LYRIK

Sirka Elspaß, geb.1995 in Oberhausen. Preisträgerin beim Treffen Junger Autoren 2010 & 2012, postpoetry-Nachwuchspreisträgerin 2013. War Mitherausgeberin der BELLA triste von Winter 2014 bis Sommer 2016. Veröffentlichte in diversen Magazinen und Anthologien, darunter STILL, Edit und Lyrik von Jetzt 3. Studiert Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Lebt und arbeitet ebenda. Foto: Nana Fiedler/mosaik/Bureau du Grand Mot.
31642385435_a5137d247b_hMaja-Maria Becker, geboren 1976. Studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Zuletzt erschienen: “im schwerefeld des mondes”, hochroth Verlag Leipzig, 2013. Des Weiteren sind Texte von ihr vertreten in der jüngst im Poetenladen erschienenen Anthologie “Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten – Lyrik aus den deutschsprachigen Literaturinstituten”.

zeitJonas Bokelmann, geb. 1984 in Duisburg, erste Schritte in Essen-Kettwig, (Vor-)Schulzeit und darüber hinaus dann in München: Kulturschock, Sprachverwirrung, Akklimatisierung. Schreibt seit Ende der 1990er Jahre Kurzgeschichten und, in letzter Zeit vor allem, Gedichte. Diese stehen im Dienste der Intensitäten des Alltäglichen und zielen auf die Hinterfragbarkeit lokaler und bundesdeutscher Normalitäten.

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KUNST

Lucía Cristóbal Marin, geb. 1984, hat Kunst und Architektur in München und Madrid studiert. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Verhältnis von Malerei und digitalem Bild auseinander. http://luciacristobal.com
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Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Annalena Roters, Nora Zapf

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

17.11.16 mit DINIĆ, PARIS, BAYER und BURKART

LYRIK
Marko Dinić (Salzburg), Frieda Paris (Wien), Anja Bayer (München)

KUNST
Roland Burkart (München)

Zur 14. Ausgabe von „meine drei lyrischen ichs“, der letzten in diesem Jahr, kommt Besuch aus Österreich: Der Salzburger Marko Dinić ist Autor, Performer und Veranstalter. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis las er in diesem Jahr aus seinem Romanprojekt, bei uns liest er seine nicht minder aufregende Lyrik. Frieda Paris kommt aus Wien angereist, wo sie Sprachkunst studiert, was auch auf ihre Texte bestens zutrifft. Bei ihren Lesungen arbeitet sie häufig mit performativen Elementen. Die Münchnerin Anja Bayer hat in diesem Jahr ihr mit Spannung erwartetes Debüt „ungewusstes Fell“ beim Gutleut-Verlag veröffentlicht. Auch sie interagiert häufig mit anderen Künsten, so kuratiert sie etwa die Reihe „Denotationen“ für Musik und Wort.

Die Kunst kommt in dieser Ausgabe von Roland Burkart. Seine Arbeiten setzen sich mit der Wahrnehmung und Konstruktion von Raum auseinander. In Halle 3 wird Internal Space zu sehen sein. In Halle 4 treffen Kunst und Lyrik, wie immer, aufeinander.

Die Austellug in Halle 3 läuft noch bis Sonntag, den 20. November (jeweils von 19:00 – 21:00 Uhr)

LYRIK

Marko Dinić, geboren 1988 in Wien, lebt und arbeitet als freischaffender Autor in Salzburg. Aufgewachsen seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Belgrad. Seit 2008 lebt er in Österreich. Er ist Gründungsmitglied des Kunstkollektivs Bureau du Grand Mot. Intensive Zusammenarbeit mit dem Friedensbüro in Salzburg zum Thema Identität im ehemaligen Jugoslawien. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien u.a. in Kolik, Lichtungen und Lyrik von Jetzt 3 – Babelsprech. 2016 war er für den Bachmannpreis nominiert. (Bild: Mark Prohaska)

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Frieda Paris, geboren in Ulm. Lebt und schreibt in Wien. BA in Theater,- Film- und Medienwissenschaft (Universität Wien/ Sorbonne Nouvelle III Paris). Derzeit Studium am Institut für Sprachkunst (Universität für angewandte Kunst Wien). Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Zuletzt u.a. in Lyrik von Jetzt 3 – Babelsprech (Wallstein), All dies hier Majestät ist deins (Kookbooks). 2015 Stipendium bei der Kunststiftung Baden-Württemberg und 2016 START-Stipendium des Bundeskanzleramtes Wien. Arbeitet zweimal die Woche als Vorleserin in einem Altersheim. (Bild: Charlotte Werndt)

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Anja Bayer, geb. 1971 in Lafayette/USA, studierte Angewandte Theaterwissenschaft (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Kunst (AdBK München). Sie lebt und arbeitet als Lektorin und Logotherapeutin in München. Mit Olaf Probst kuratiert sie dort die Reihe „Denotationen. Musik und Wort“ im projektraum_streitfeld. 2016 erschienen ihr Band „ungewusstes Fell“ im gutleut verlag und bei kookbooks die von ihr initiierte und mit Daniela Seel herausgegebene Anthologie „all dies hier, Majestät, ist deins. Lyrik im Anthropozän“. (Foto: Hannah Hofmann)

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KUNST

Roland Burkart, 1990 geboren in Montpellier, lebt und arbeitet in München
2010: Akademie der Bildenden Künste, München, Klasse von Prof. Peter Kogler; 2014: Meisterschüler von Prof. Peter Kogler, Akademie der Bildenden Künste, München. Ausstellungen (Auswahl): 2016: Tender is the Night, Galerie Christine Mayer, München, DE; Recommended by, easy!upstream, München, DE; 2015: ON/OFF – Drawings, Helmholtz-Zentrum, Munich, DE (solo); Grid cell system, Galerie Christine Mayer, München, DE (solo); Collateral colaboration, Spazio Ostrakon, Milan, IT; Collateral colaboration edition, Kunstraum, München, DE; Hot town, summer in the city, Galerie Christine Mayer, München, DE;  2014: ON/OFF, Villa Pilscheur, Basel, CH (solo); Groupshow, Galerie Christine Mayer, München, DE; ACSA, Autocenter, Berlin, DE; 2013: White architecture No1, Maximiliansforum, München, DE (solo); New Western Art, TIMCO, Temeswar, RUM; Space is God, Platform, München, DE; 2012: Licht, Darmstaedter Sezession, Darmstadt, DE. Preise/Förderung: 2014: Artward, Junior Prize; 2013: Projektförderung LfA Förderbank, München; Projektförderung Kulturreferat der Stadt München; 2012: Projektförderung Akademieverein München.
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20.00 Uhr | Einstein Kultur, Halle 4 | Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz) | 4/6 Euro
Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Annalena Roters, Nora Zapf

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

Das Herbstprogramm

meine drei lyrischen ichs Spezial-Ausgabe beim Schamrock-Festival der Dichterinnen
Sonntag, 30. Oktober, 14 Uhr – Pasinger Fabrik, München

Mit Tabea Xenia Magyar (Berlin), Simone Lappert (Basel) und Ricarda Kiel (München)
Mehr Infos und das ganze Programm auf der Homepage des Schamrock-Festivals.

 

meine drei lyrischen ichs Spezial-Ausgabe bei BuchBasel
Samstag, 12. November, 21 Uhr 30 – Ausstellungsraum Klingental, Basel

Lyrik: Christiane Heidrich (Stuttgart), Patrick Savolainen (Bern), Simone Lappert (Basel)
Kunst: Anuk Miladinović (München/Basel)
Mehr Infos und das ganze Programm auf der Homepage von BuchBasel (runterscrollen!).

 

meine drei lyrischen ichs – 14. Ausgabe
Donnerstag, 17. November, 20 Uhr – Einstein Kultur
Austellung: 17.-20. November, Öffnungszeiten am 18.-20. von 18-21 Uhr

Lyrik: Marko Dinić (Salzburg), Frieda Paris (Wien), Anja Bayer (München)
Kunst: Roland Burkart (München)
Mehr Infos auf der Homepage des Einstein Kultur und ausführlich in Kürze hier.

 

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SPEZIAL-AUSGABE

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Stimmen aus Europa
Die Lesereihen “meine drei lyrischen ichs” und “Liaison” präsentieren CROWD

 

10. Juni 2016 / Rationaltheater / 20 Uhr

Lesung mit:
Thomas Antonic (Österreich, Prosa/Lyrik/Performance)
Katariina Vuorinen (Finnland, Lyrik)
Roland Reichen (Schweiz, Prosa)
Gur Genc (Zypern, Prosa/Lyrik)
Mitwirkende: Markus Ostermair, Ricarda Kiel

Moderation: Ayna Steigerwald, Tristan Marquardt, Nora Zapf, Daniel Bayerstorfer

Das Projekt “CROWD”, CReating Other Ways of Dissemination, schickt über 100 Autor*innen aus 37 Ländern innerhalb von drei Monaten durch ganz Europa. Im Juni macht eine Gruppe von ihnen Halt in München. Aus diesem Anlass haben sich die Lesereihen “meine drei lyrischen ichs” und “Liaison” zusammengetan und veranstalten gemeinsam eine Spezial-Ausgabe, bei der gelesen und von der Reise berichtet werden soll. Es geht um Austausch: über das literarische Europa der Gegenwart und die Gegenwärtigkeit der europäischen Literatur. Tags drauf findet dann eine Folgeveranstaltung im Lyrik Kabinett statt.

11.02.16 mit LEß, JOTAKIN, COJOCARU und FEITEN

Zu unserer zwölften Ausgabe begrüßen wir drei sehr unterschiedliche Lyriker*innen. Die Münchnerin Mara-Daria Cojocaru ist eine der eindringlichsten Stimmen der Stadt, im Text und im Vortrag. Sie veröffentlicht im Herbst ihren zweiten Gedichtband und wird vorab daraus lesen. Aus Wien kommt Jopa Jotakin angereist, dessen Auftritte ein Ereignis sind. Humorvoll und ungezähmt wie seine Texte, „für die fisch“, wie sein Debütband heißt, der 2015 erschienen ist. Einen ganz anderen, aber nicht minder ausgeprägten Humor hat Georg Leß. Er ist seit langem fester Bestandteil der Berliner Lyrikszene und Horrorfilm-Vermittler. 2013 erschien sein Lyrik-Heft “Schlachtgewicht”.

Wie stets interagiert die Lyrik mit bildender Kunst. Katharina Feiten zeigt ihre Rauminstallation “please please please”, die sich mit Individuation und Identität auseinandersetzt.

Ausstellung: 12.-14. Februar 2016, 18-21 Uhr

LYRIK

Mara-Daria Cojocaru, geb. 1980 in Hamburg, hat in München an der LMU Politikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Recht als Nebenfach studiert und wurde 2011 mit einer Arbeit in der politischen Philosophie promoviert. Sie ist Dozentin für praktische Philosophie an der Hochschule für Philosophie München und aktuell als DFG-Forschungsstipendiatin am Philosophie-Depart­ment Sheffield. 2008 erschien der erste Lyrikband, Näherungsweise, in der Lyrikedition 2000. Der nächste Band, Anstelle einer Unterwerfung, erscheint bei Schöffling & Co. im Herbst 2016.

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Georg Leß, geb. 1981 in Neheim, lebt in Berlin. Veröffentlichungen von Gedichten, Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien. 2013 Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2014 GWK-Förderpreis. Einzelveröffentlichung:
Schlachtgewicht. Gedichte (parasitenpresse).
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Jopa Jotakin, geb. 1986, lebt, liest, liebt, schreibt, arbeitet, strickt, isst und trinkt in Wien. Teil des Kulturvereins Einbaumöbel und der Grillhendl Rotation Crew. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Zuletzt erschienen: für die fisch (edition ch, Wien 2015). http://jopa-jotakin.at
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Bild: Andrea Knabl

 

KUNST

Katharina Feiten, geb. 1985 in Berlin, lebt in München. Seit 2012 Studium der freien Malerei bei Günther Förg, Emanuel Eckl, Matthias Dornfeld und Gregor Hildebrandt.

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20.00 Uhr | Einstein Kultur, Halle 4 | Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz) | 4/6 Euro
Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Annalena Roters, Nora Zapf

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

01.12.15 mit MAGYAR, HOLLAND, FRÖHLICH und ABRAMIDIS & NE

Zu unserer elften Ausgabe, die ausnahmsweise an einem Dienstag stattfindet, begrüßen wir Gäste, deren Arbeiten die Grenzen des konventionellen Gedichts überschreiten. Tabea Xenia Magyar ist Schweizerin, lebt in Berlin und studierte dort am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz. Für ihre dichterische Arbeit spielt die Performance immer wieder eine wichtige Rolle, sie wird eine Lecture Performance zeigen. Der Leipziger Tim Holland bewegt sich an der Grenze zur visuellen Poesie und hat eine großformatige Arbeit im Gepäck, von der er eigens für die Veranstaltung einen Sonderdruck erstellt hat. Heike Fröhlich, die in München lebt und fester Bestandteil der hiesigen Literaturszene ist, schreibt nicht nur Gedichte mit extravagantem Wortmaterial, sondern ist auch, das ist in München kein Geheimnis mehr, eine exzellente Leserin.

Dabei interagiert die Gegenwartslyrik wie stets mit bildender Kunst. Niko Abramidis & NE zeigt eine Arbeit, die für die Lesung konzipiert ist, und eröffnet in Halle 3 eine Ausstellung.

Öffnungszeiten Ausstellung: 2.-4. Dezember, 18-21 Uhr, Halle 3

LYRIK
Tabea Xenia Magyar wurde 1988 in Zürich geboren, wo sie Philosophie, Romanistik und Politikwissenschaft studierte. 2012-15 studierte sie Tanz und Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz in Berlin. Sie arbeitet als Performerin, Choreographin und Lyrikerin, u.a. als Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13 und des Performance-Kollektives BlingBlingRecycling.

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Tim Holland, geboren 1987 in Tübingen. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Texte wurden in diversen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, waren in Ausstellungen zu sehen und auch schon im Rundfunk zu hören. Produktionen auf der Grenze von Text, Musik und Performance. 2013 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Schokodrinkfototapete2013Bild: Fine Bieler

Heike Fröhlich, geboren im lieblichen Ludwigshafen am Rhein, wuchs unter Pfälzern auf. Sie gedieh prächtig bis zur Pubertät, im Zuge derer sie begann, Gedichte zu schreiben. Vorübergehend die Karriere eines Poète maudit in Erwägung ziehend, sie dann aber für ein weit zukunftsträchtigeres geisteswissenschaftliches Studium verwerfend, zog sie 2002 nach Jena. Nach Zwischenstopps in Reykjavík, Frankfurt am Main und Leipzig verschlug es sie 2011 nach München, wo sie arbeiten geht und des Nachts in ihrer Mansardenwohnung bei schwachem Kerzenscheine Verse klöppelt.

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KUNST
Niko Abramidis & NE, geboren 1987 in Europa, lebt und arbeitet heute in München, Berlin und Brüssel. In diesem Jahr hat er sein Studium bei Prof. Markus Oehlen und Julian Rosefeldt an der Akademie der bildenden Künste München abgeschlossen und  wurde außerdem Preisträger des Debütantenpreis 2015, den die Stiftung der Kunstakademie vergibt. Neben dem Kunststudium studierte er Architektur und Business  an der TU München, sowie Philosophie bei Byung-Chul Han an der UdK Berlin. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Preise: Preis der Stiftung Kunstakademie (Debütantenpreis 2015), Eduard Bargheer Reise Stipendium (2013).

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20.00 Uhr | Einstein Kultur, Halle 4 | Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz) | 4/6 Euro
Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Tillmann Severin

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

02.07.15 mit FEHR, VOM BROCKE, ZAPF und POLAZZO

Zu unserer zehnten Ausgabe reist der Schweizer Autor Michael Fehr an, der für seinen Roman „Simeliberg“ zurzeit einen Preis nach dem anderen einsammelt. Ebenso einnehmend sind Fehrs Lyrik und der Vortrag seiner hochkonzentrierten, präzise getakteten Texte. Aus Berlin kommt Sonja vom Brocke, in diesem Jahr Debütantin beim Berliner Verlag „kookbooks“. Ihr Gedichtband „Venice singt“ war eine der „Lyrik-Empfehlungen des Jahres 2015“, und auch sie ist eine beeindruckende Leserin. Dasselbe gilt für die Münchnerin Nora Zapf, die Organisatorin des „Großen Tags der jungen Münchner Literatur“ war und eine ebenso umtriebige Lyrikerin ist. Sie wird noch unveröffentlichte Texte lesen. Dabei interagiert die Gegenwartslyrik wie stets mit bildender Kunst. Der Künstler Amedeo Polazzo zeigt eine Arbeit, die eigens für die Lesung konzipiert ist, und eröffnet in Halle 3 eine Ausstellung.

Die Ausstellung von Amedeo Polazzo in Halle 3 läuft bis 12. Juli. Öffnungszeiten: Do-Sa 18-21 Uhr und auf Anfrage unter 089/416173795.

LYRIK

Michael Fehr, geboren 1982, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und an der Hochschule der Künste Bern, Master in Contemporary Arts Practice. Er veröffentlichte bisher “Kurz vor der Erlösung” (edition spoken script, 2013) und den Roman “Simeliberg” (Der gesunde Menschenversand, 2015). Michael Fehr ist Schweizer Kurator für Babelsprech zur Förderung junger deutschsprachiger Poesie. Er ist Juror für den Literaturwettbewerb “Treibhaus”.

Michael FehrBild: Affolter/Savolainen

Sonja vom Brocke, 1980 in Hagen geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in Köln, Hamburg und Paris. Sie veröffentlichte in Zeitschriften, Kunstbüchern und Anthologien. Ihr Debütband Venice singt ist in diesem März bei kookbooks erschienen. Zuletzt erhielt sie ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW.

Sonja vom Brocke©Sarah BohnBild: Sarah Bohn

Nora Zapf, geboren 1985 in Paderborn, lebt in München. Sie studierte Romanistik und Germanistik in München, Lissabon und Buenos Aires, und promoviert seit 2012 in der Komparatistik über atlantische Lyrik. Sie ist Lyrikerin und Übersetzerin und schreibt für Babelsprech, das Internationale Forum für junge deutschsprachige Lyrik.

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KUNST

Amedeo Polazzo, geboren 1988 in Starnberg, lebt und arbeitet in München. Studium seit 2009 an der Akademie der schönen Künste in Düsseldorf und München bei Prof. Axel Kasseböhmer, Markus Oehlen, Georg Herold, Nairy Baghramian und Kerstin Brätsch. Aufenthalte in Spanien, den USA, England und Italien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, zuletzt “Collateral Collaboration”, Galeria Ostrakon, Mailand.

20.00 Uhr | Einstein Kultur, Halle 4 | Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz) | 4/6 Euro
Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Tillmann Severin

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

07.05.15 mit PIEKAR, STRIPLING, THEOBALT und KIGLE

„meine drei lyrischen ichs“ werden drei Jahren alt, und wir begehen das Jubiläum mit einem breiten Spektrum an Künstler_innen. Robert Stripling, der im letzten Jahr den Lyrik-Preis beim „Open Mike“ gewonnen hat, schreibt Texte, die sich an der Grenze von Gedicht und Prosa bewegen. Bei seinem Auftritt wird der Frankfurter sich auch ans Schlagzeug setzen, Text und Sound verbinden. Lara Theobalt, die jüngste Teilnehmerin beim diesjährigen „Großen Tag der jungen Münchner Literatur“, schreibt ebenfalls Texte, die sich schwer auf eine Gattung festlegen lassen. Seitdem sie vor rund einem Jahr nach München gezogen ist, hat die umtriebige Autorin die literarische Praxis in der Stadt um eine experimentierfreudige und facettenreiche Stimme bereichert. Martin Piekar aus Bad Soden bei Frankfurt ist in Windeseile zu einem unverkennbaren Bestandteil der Literaturlandschaft geworden: 2012 gewann der Lyriker und Organisator ebenfalls den “Open Mike”, 2014 erschien im Verlagshaus J. Frank sein umfangreiches Debüt “Bastard Echo” und mittlerweile liegt erneut eine Vielzahl an neuen Texten vor. Kaum jemand ist prädestinierter zur Zusammenarbeit mit diesen Autor_innen als die Wiener Künstlerin Martina Kigle, die sowohl mit Texten als auch mit Installationen arbeitet. Ihre Performance wird direkt in Bühnensituation und Lesung eingreifen.

LYRIK

Robert Stripling, geb. 1989 in Berlin, lebt in Frankfurt am Main. Tätigkeit in der Altenpflege als Pflegeassistent, Mitarbeit an Produktionen des „jungenschauspielhannover“ und des „Schauspiel Frankfurt“. Bühnenauftritte mit Texten von Friedhelm Kändler; Lesungen. Einladungen zum Treffen Junger Autoren und zum Theatertreffen der Jugend. Teilnahme an Schreibwerkstätten des Literaturbüros Mainz. Teilnehmer beim ZDFkultur-Projekt „Radikal Büchner“. Studium der Philosophie und Kunstgeschichte. Veröffentlichungen (u.a.: Bella Triste; Der Greif; STILL). Lyrikpreis des Open Mike 2014. Ehrenamtliche Mitarbeit in der Schreibwerkstatt der „Praunheimer Werkstätten“.

unnamed-2Martin Piekar, geb. 1990, Student der Philosophie und der Geschichte an der Goethe-Uni in Frankfurt am Main. 2012 Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike. 2013 Finalist beim Lyrikpreis München. Teilnehmer am jungen Literaturforum Hessen-Thüringen. Ist Mitglied des Jungautorenkollektivs „sexyunderground“ des Literaturhauses Frankfurt am Main. Sein erster Gedichtband „Bastard Echo“ erschien im Frühjahr 2014 beim Verlagshaus J Frank, Berlin.
Martin_Piekar_AutorenphotoFoto: Hans Praefke

Lara Theobalt, geb. 1993 in Solingen, lebt in München, wo sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Sie schreibt und liest seit 2010 u.a. beim Treffen Junger Autoren, Berlin (2013) und der Bayrischen Akademie des Schreibens (2015).

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KUNST

Martina Kigle, geb. 1985 in Aichach, studierte Literaturwissenschaften in Freiburg, Basel, Paris und München sowie anschließend den Master in Critical Studies an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Diedrich Diederichsen und Julian Göthe. Arbeitet mit der Verbindung von Text und Raum entlang der Grenzen von Literatur, szenischer Lesung, Performance und Bildender Kunst.

Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Einstein Kultur, Halle 4, Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz)
Eintritt: 4/6 Euro

Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Tillmann Severin

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

20.11.14 mit SCHEFFLER, SCHNEIDER, BAYERSTORFER und VON OSTROWSKI

In der achten Ausgabe unserer Lesereihe freuen wir uns auf zwei Mitglieder des Lyrikkollektivs G13: Lea Schneider und Rike Scheffler haben beide ihre Debüts vor Kurzem veröffentlicht und präsentieren sie erstmals für das Münchner Publikum. Lea Schneiders Band „Invasion rückwärts“ ist im Berliner Verlagshaus J. Frank erschienen. Illustriert wurde das Buch vom Münchner Künstler Andreas Chwatal, der 2012 der erste Künstler war, mit dem wir in unserer Lesereihe zusammengearbeitet haben. Rike Schefflers Debüt trägt den Titel „der rest ist resonanz“ und ist bei kookbooks erschienen. Scheffler, die auch als Singer-Songwriterin aktiv ist, verbindet in ihren Auftritten Lyrik und Musik. Aus München liest Daniel Bayerstorfer. Er ist fester Bestandteil der hiesigen Literaturszene und als Literaturvermittler aktiv. Wie immer in unserer Lesereihe steht die Lyrik in direkter Auseinandersetzung mit bildender Kunst: Der Münchner Künstler Jonas von Ostrowski zeigt eine Installation, die direkt in die Lesesituation eingreifen wird.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird die Installation bis einschließlich Sonntag, den 7. Dezember, in Halle 3 ausgestellt. Öffnungszeiten: An Veranstaltungstagen ab 19 Uhr, Mo-Fr 11-18 Uhr auf Anfrage im Büro (Einsteinstr. 34).

LYRIK

Rike Scheffler, geb. 1985 in Berlin, ist Lyrikerin und Musikerin. Ihre Texte veröffentlicht sie in Zeitschriften und Anthologien, und vertont sie in Zusammenarbeit mit Musiker_innen zu szenischen Lied-, Text- und Klangcollagen. Sie studierte Psychologie (Diplom) in Berlin und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie ist Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13. Die Gruppe verfolgt keine einheitliche Poetologie außer der, einen solidarisch-kritischen Austausch unter Schreibenden zu fördern. Gemeinsam entwickeln sie Bühnenprogramme in Kooperation mit Künstler_innen aus Bereichen der neuen Musik, dem Theater und der Oper. 2012 war Rike Scheffler Finalistin beim 20. Open Mike, 2014 Stipendiatin der Stiftung Brandenburger Tor in Kopenhagen. Ihr Lyrikdebüt „der rest ist resonanz“ erschien im Oktober 2014 im kookbooks Verlag.

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Lea Schneider, geb. 1989 in Köln, ist Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13. Ihr Debütband »Invasion Rückwärts« ist soeben beim Verlagshaus J. Frank | Berlin erschienen. Sie hat Soziologie, Komparatistik, Sinologie und Linguistik in Berlin, Shanghai, Taipei und Frankfurt/Oder studiert, ist bei Literaturfestivals in Deutschland, Österreich und China aufgetreten und war Finalistin beim poet|bewegt-Wettbewerb 2011 und beim open mike 2013. Neben der Arbeit an ihren eigene Texten übersetzt sie zeitgenössische Lyrik aus dem Chinesischen und arbeitet gemeinsam mit G13 an Formaten des kollektiven Schreibens.

Lea_Web_SWBild: Hans Praefke

Daniel Bayerstorfer, geb. 1989 in München, ist Lyriker und Übersetzer. Er studierte Germanistik und Philosophie in München, Hangzhou und Padua und war Redakteur beim Münchner Studentenmagazin “Philtrat”. Er ist Mitorganisator des “Großen Tags der jungen Münchner Literatur”, der im Januar im Einstein Kultur stattfinden wird.

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Bild: Biliana De Giglio

KUNST

Jonas von Ostrowski, geb. 1981, lebt und arbeitet als Bildhauer in München. Er studierte an der HfbK Hamburg und der École nationale supérieure des arts visuels de La Cambre in Brüssel und ist Mitbetreiber des Projektraums Prince of Wales.

Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Einstein Kultur, Halle 4, Einsteinstraße 42 (U 4/5 Max-Weber-Platz)
Eintritt: 4/6 Euro

Moderation: Tillmann Severin und Tristan Marquardt

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.